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Microsoft will Viren versenden

Eine Idee keimt immer mal wieder auf. Gerade wird diese von Forscher des Microsoft Research in Cambridge auf den Tisch gebracht: Anstatt das die Software-Updates von einem zentralen Server kommen, könnte es nützliche Viren geben, die die Software verteilen. Der Wurm, den sich die Forscher vorstellen, sucht sich auf intelligente Weise Hosts und infiziert diese. Das Ganze mag für Privatpersonen vielleicht in Ordnung sein. Aber als Firma hätte ich keine Freude dran, wenn man hier ohne meine Kontrolle an der Software rumspielt. Die Forscher werden die Ergebnisse auf der IEEE Infocom präsentieren.

via New Scientist

Richard Stallman zu Besuch in Jena

Porträt von RMS

Die großen Ereignisse werfen weiter ihre Schatten voraus und bald ist es soweit. Zusammen mit einer Bekannten versuche ich seit einigen Monaten jemand nach Jena zu locken. Nun ist es uns gelungen:

Der Begründer der Freien-Software-Bewegung, Richard Stallman, wird demnächst zu Besuch in Deutschland sein. Er kommt in der vierten Februarwoche zunächst nach Berlin. Am 2008-02-18 hält er einen Vortrag in Berlin und im Anschluss nach Jena. Genauere Informationen über die Veranstaltungh in Berlin könnt ihr in den nächsten Tagen bei Netzpolitik lesen. Zwei Tage später, am 2008-02-20 und auch am 2008-02-21, ist er dann im INTERSHOP Tower in Jena. Sein erster Vortrag startet um 18:00 Uhr und hat die Freie-Software-Bewegung und das Betriebssystem GNU/Linux zum Thema. In seiner Rede geht es um die Ziele und die Philosophie der Bewegung. Weiter wird er etwas zum Status des Betriebssystems GNU/Linux erzählen, welches mittlerweile von Millionen Menschen weltweit genutzt wird.
Eine zweite Rede startet am 2008-02-21 um 11:00 Uhr. Hier geht es um das Copyright versus Community im Computerzeitalter. Das Copyright entstand in Zeitalter des gedruckten Worts, im Kontext zentralisierter Systeme der Wissensverbreitung. Doch in digitalen Netzwerken offenbart es seine Schwächen. Nur ernste Sanktionsmechanismen können dem Copyright noch zur Durchsetzung verhelfen. Genau dies versuchen Unternehmen und Rechteverwerter, die vom gegenwärtigen System profitieren, durchzusetzen; auf juristischem und technologischem Weg. Sie verwehren dadurch in der Regel den öffentlichen Zugang zu Wissen und Technologie. Wenn dem ursprünglichen Anspruch des Copyrights–Fortschritt und Gemeinwohl zu fördern–genügt werden soll, muß die dem Copyright entgegen gesetzte Richtung eingeschlagen werden.

Ich freue mich schon sehr auf den Besuch und würde mich freuen, wenn ihr auch zahlreich erscheint und die Informationen weiter tragt.

Update: Uhrzeit korrigiert.

I2P installieren

Mit den folgenden Beiträgen will ich euch eine kleine Anleitung geben, wie I2P zu installieren und zu benutzen ist. Vielleicht findet ihr Gefallen an der Software und nutzt diese in Ergänzung zu Tor bzw. anderen Anonymisierern.

Auf der Webseite des Projektes prangt ein großer Download-Knopf. Die entsprechende Seite bietet euch eine EXE-Datei sowie zwei tar.bz2-Archive an. Wer es ganz aktuell haben will, kann sich auch die Quellen per CVS herunterladen. Unter Windows ladet ihr die EXE-Datei herunter und führt sie aus. Linux- und Macnutzer können die Datei ebenfalls herunterladen. Hier müsst ihr die Installation dann manuell mit dem Befehl java -jar i2pinstall.exe starten. Voraussetzung ist das Vorhandensein der Java Virtual Machine.
Die beiden tar.bz2-Dateien dienen entweder zur Installation ohne grafische Oberfläche oder sind reiner Quellcode. Der Quellcode muss mittels ant dist übersetzt werden und kann dann wie unten beschrieben installiert werden.

Nachdem ihr den grafischen Installer gestartet habt, begrüßt euch ein Fenster. Dort steht die aktuelle Versionsnummer sowie ein paar andere Hinweise. Der Next-Button bringt euch zu den Lizenzinformationen. Diese sind bei I2P etwas verwirrend. Denn Teile der Software sind Public Domain, andere GPL. Dazu kommt noch die BSD-Lizenz, MIT-Lizenz und andere. Ein Klick auf Next bringt dann den Dialog zur Auswahl des Installationspfades zum Vorschein. Unter Windows ist C:\Programme\i2p voreingestellt und unter Linux $HOME/i2p. Wenn ihr den richtigen Pfad eingestellt habt und auf Next klickt, beginnt sofort die Installation.

Fortschritt der Installation

Unter Windows könnt ihr nun noch bestimmen, in welchen Menüs und Desktops Icons angelegt werden und die Installation ist abgeschlossen.

Bei der “kopflosen” Installationsvariante wird lediglich das Archiv entpackt. Innerhalb des Verzeichnisses i2p befindet sich ein Shellskript, welches mit dem Befehl sh postinstall.sh gestartet wird. Dieses setzt ein paar Dateirechte um und führt am Ende ./i2prouter start aus.

Nun läuft I2P auf eurem Rechner. Prüfen könnt ihr das, indem ihr die Adresse http://localhost:7657/ im Browser aufruft. Ihr solltet dann eine Seite mit Informationen und anderem sehen. In den folgenden Beiträgen werde ich dann weitere Details zur Benutzung beschreiben.

Populäre OCaml-Programme

OCaml ist nicht eine Programmiersprache, die man als bekannt bezeichnen kann. In den OCaml News wurde eine Liste von zehn populären Programmen veröffentlicht, die in der Sprache geschrieben wurden. Mir selbst wäre da nur MLDonkey eingefallen und ich hätte auch fest angenommen, dass dieses Programm auf Platz eins liegt. Jedoch ist alles anders. An der Spitze liegt FFTW. Eine sehr schnelle (vielleicht die schnellste) Implementierung für die schnelle Fouriertransformation. Auch Platz zwei ist mit unison, einem Replikationsprogramm, recht überraschend. MLDonkey kommt erst auf Platz drei. Die anderen genannten Programme kannte ich bis auf advi nicht. Advi ist ein Betrachter für DVI-Dateien und lässt sehr komfortabel bedienen. Ich kann das Programm nur empfehlen.

tar-mode im Emacs

Erfahrene Nutzer kennen Emacs schon längst als eierlegende Wollmilchsau. Ich nutze den Editor hin und wieder zum Bearbeiten von Texten, im speziellen von LaTeX. Als Werkzeug für den täglichen Gebrauch nehme ich jedoch lieber den vim, da dieser meiner Meinung nach, ergonomischer zu bedienen ist.

Im Blog von Yoni Rabkin Katzenell stiess ich heute auf den tar-mode. Wahrscheinlich in der 22-Serie wurde dieser Modus eingeführt. Damit könnt ihr eine tar-Datei öffnen. Der Emacs entpackt die Inhalte, zeigt sie an und sie können direkt weiter bearbeitet werden. Ein sehr nettes Feature!

Gimp 2.4

Neben ImageMagick nutze ich auch Gimp zur Bildbearbeitung. Laut Netzpolitik ist die Version 2.4 veröffentlicht worden. Einige der Vorversionen hatte ich schon probiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich bei den Menüs etwas geändert hat. Wenn ich ein Bild beschneide und es als neues Bild einfügen will, dann habe ich bisher den Ausschnitt markiert und dann mittels Strg+C, Strg+N, Alt+O und Strg+V ein neues Bild eingefügt. Das funktioniert jetzt nicht mehr. Stattdessen gibt es einen Menüpunkt Als neues Bild einfügen. Der macht die meisten Schritte automatisch. Nur fehlte ihm eine Tastenkombination. Aber diese kann man sich in Gimp ja recht einfach anlegen. Daneben fand ich die Schaltknöpfe grafisch etwas aufgepeppt. Ein Gimp-Poweruser könnte sicher weitere nützliche Neuerungen aufzählen. :-)

siehe auch die Meldung bei Golem

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