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CryptoParty in Jena

In aller Welt finden momentan so genannte CryptoPartys statt. Diese sollen in einer entspannten Atmosphäre Nutzer über verschiedene Aspekte von Kryptografie bzw. Anwendungen aufklären. Die erste CryptoParty in Jena steht vor der Tür. Am kommenden Freitag, dem 23. November 2012, startet im Krautspace eine CryptoParty. Ich werde dort ein paar Worte zu Kryptografie im Allgemeinen verlieren und später tiefer in Richtung OTR eintauchen. Vermutlich werde ich nur die theoretische Seite erklären können, da es im Krautspace immer noch kein Internet gibt. Weitere Vorschläge sind im Wiki unter dem Punkt Inhalte aufgelistet. Die Veranstaltung findet nach dem Prinzip der Barcamps statt. Das heißt, wer will, kann einen Vortrag oder Workshop halten.

Ich würde mich freuen, wenn recht viele zu der Veranstaltung kommen und sich von den Vorteilen der Kryptografie überzeugen lassen. Vermutlich sind auch Reporter von Dradio Kultur anwesend. Also seid darauf gefasst, interviewt zu werden. :-)

Update: Kleinen Fehler beseitigt. Vielen Dank an fpunktk

Keccak -- der neue SHA-3-Algorithmus

Das National Institute of Standards and Technology (NIST) gab heute bekannt, wer den SHA-3-Wettbewerb gewonnen hat: Keccak. Der Algorithmus wird nun die neue Empfehlung für einen kryptografischen Hash. Er stammt von den Forschern Guido Bertoni, Joan Daemen, Michaël Peeters und Gilles Van Assch. Besonders erwähnenswert ist Daemen. Denn er war schon für den Verschlüsselungsalgorithmus AES zuständig, der vor mehr als zehn Jahren standardisiert wurde.

Die bisher oft genutzten Algorithmen benutzen das so genannte Merkle-Damgård-Verfahren. Keccak geht einen neuen Weg (cryptographic sponge). Das erinnert mich ein wenig an AES. Denn auch damals kamen die Standardisierer von dem Feisteldesign ab.

Daniel Bernstein hat Benchmarks für verschiedene Algorithmen auf verschiedenen Plattformen gemacht. Nach der Seite ist beispielsweise BLAKE wesentlich schneller als Keccak. Im Allgemeinen scheint SHA-3 in Hardware gegossen schneller als SHA-2 zu sein. Aber die Softwarevariante ist wesentlich langsamer. Mal sehen, was die nächsten Tage ergeben. Aber momentan kann man wohl Bruce Schneier recht geben, der mal sagte, dass niemand SHA-3 nutzen wird. Nichtsdestotrotz: Alles Gute zur Wahl. :-)

Das Kryptosystem von John Nash

Der Mathematiker John Nash wird einigen aus dem Spielfilm A beautiful mind bekannt sein. Dort wird sein Leben (zum Teil etwas ungenau) nachgezeichnet. Noch heute ist der Begriff des Nashgleichwichts in der BWL und der Informatik wichtiger Lehrstoff. Vor kurzem veröffentlichte die NSA einen Brief von Nash, den er 1955 an den Geheimdienst schrieb.

In dem Brief beschreibt Nash ein Kryptosystem, oder Ver-/Entschlüsselungsmaschine. Es ist unklar, inwieweit die NSA hierauf reagiert hat. Dennoch äußert Nash einige grundlegende Ideen. Ron Rivest hat für seinen Krypto-Kurs eine Implementation in Python geschrieben. Wer es mag, kann ja eine Kryptoanalyse versuchen. :-) 

 via Turing’s Invisible Hand: John Nash’s Letter to the NSA

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