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Der Krieg im Iran wird mit Steinen ausgetragen

Der Krieg im Iran findet auf verdeckter Ebene schon eine längere Zeit ab. Da gibt es die bekannten Beispiele, wie Stuxnet. In den Nachrichten finden sich immer mal wieder Meldungen über verunglückte Atomwissenschaftler, abgefangene Kampfflieger oder explodierende Industrieanlagen. Alle diese Meldungen legen den Verdacht nahe, dass schon Operationen im Iran stattfinden.

Kürzlich kam eine weitere interessante Meldung hinzu. Truppen der Revolutionsgarde fanden in der Nähe einer Urananreicherungsanlage einen ungewöhnlichen Stein. Als sie sich diesem näherten, explodierte dieser. Da liegt der Verdacht einer Selbstzerstörung nahe. Der Artikel in der Jerusalem Post erwähnt weiterhin, dass die Elektroleitungen des Werkes gesprengt wurden.

Die Lage ist klar. Mit Sabotage lässt sich das Land oder zumindest die Moral der Menschen schwächen. Ich habe das Gefühl, dass weitere »interessante Aktionen« anstehen. Es lohnt sich, die Lage zu beobachten.

Keccak -- der neue SHA-3-Algorithmus

Das National Institute of Standards and Technology (NIST) gab heute bekannt, wer den SHA-3-Wettbewerb gewonnen hat: Keccak. Der Algorithmus wird nun die neue Empfehlung für einen kryptografischen Hash. Er stammt von den Forschern Guido Bertoni, Joan Daemen, Michaël Peeters und Gilles Van Assch. Besonders erwähnenswert ist Daemen. Denn er war schon für den Verschlüsselungsalgorithmus AES zuständig, der vor mehr als zehn Jahren standardisiert wurde.

Die bisher oft genutzten Algorithmen benutzen das so genannte Merkle-Damgård-Verfahren. Keccak geht einen neuen Weg (cryptographic sponge). Das erinnert mich ein wenig an AES. Denn auch damals kamen die Standardisierer von dem Feisteldesign ab.

Daniel Bernstein hat Benchmarks für verschiedene Algorithmen auf verschiedenen Plattformen gemacht. Nach der Seite ist beispielsweise BLAKE wesentlich schneller als Keccak. Im Allgemeinen scheint SHA-3 in Hardware gegossen schneller als SHA-2 zu sein. Aber die Softwarevariante ist wesentlich langsamer. Mal sehen, was die nächsten Tage ergeben. Aber momentan kann man wohl Bruce Schneier recht geben, der mal sagte, dass niemand SHA-3 nutzen wird. Nichtsdestotrotz: Alles Gute zur Wahl. :-)

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