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Abgesetzte Klammern in Formeln

In einer Vorlesung gab es eine Formel, bei der drei Terme mit einer Klammer zusammen erklärt wurden. Ein Term blieb ohne Klammerung (siehe unten).

Darstellung der Formel

Das Problem wurde vom Originalautor mit der array-Umgebung gelöst. Dabei war die untenstehende Formel nicht korrekt ausgerichtet. Ich versuchte mein Glück mit ein paar anderen Versuchen zu finden. Jedoch war alles recht unbefriedigend. In einer ruhigen Minute warf ich dann einen ausführlichen Blick in das Dokument TeX Mathmode von Herbert Voss. Ein Hinweis ging in die Richtung bigdelim. Das stellt die Kommandos \ldelim und \rdelim zur Verfügung. Damit kann man Klammern setzen, die sich über mehrere Zeilen erstrecken. Ein Versuch war auch gleich erfolgreich:


\documentclass{article}
\usepackage{amsmath}
\usepackage{amssymb}
\usepackage{multirow}                                                           
\usepackage{bigdelim} 
\begin{document}
  \begin{align*}                                                                
      b^0 & = 1 &\rdelim\}{4}{5cm}[linear abhängig über $\mathbb{Q}$]\\                 
      b^1 & = \sqrt{2} + \sqrt{3}\\                                             
      b^2 & = 5 + 2\sqrt{6}\\                                                   
      b^3 & = 11\sqrt{2} + 9\sqrt{3}\\                                          
      b^4 &= 49 + 20\sqrt{6}                                                    
  \end{align*}
\end{document}

links for 2009-11-21

Scientology-Verbot

Wie ihr wisst, mache ich es für Geld. Das heißt, ich erledige professionell IT-Aufträge gegen Bezahlung. ;-) Nun bekam ich von einem Kunden einen Vertragsentwurf zugesandt und fand darin eine interessante Passage:

Mit der Unterschrift versichert der Auftragnehmer, nicht Mitglied der Scientology-Organisation [..] zu sein [...]

Den Paragraf fand ich doch recht erstaunlich. Denn nach meinem Dafürhalten sollte es doch egal sein, welchem Verein, Partei oder Kirche ich angehöre. Auch wenn Scientology ein eigenes Kapitel ist, sollte sowas nicht in den Vertrag. Denn, wie von anderen Fällen bekannt, ist es heute Scientology, deren Mitglieder unerwünscht sind, morgen CCC-Mitglieder und übermorgen Leute vom Kleintierzüchterverein Ichtersheim. Nach einer Runde Googlen stellte ich zu meinem Erstaunen fest, dass solche Klauseln recht üblich sind. Scientology hat wohl dagegen geklagt und in der ersten Instanz verloren. Weiterhin fand ich heraus, dass der Terminus “Mitglied von Scientology” unpassend ist. Denn diese Vereine haben nach dem Selbstverständnis keine Mitglieder. Laut den Webseiten sollte man von der “Technologie von L. Ron Hubbard” sprechen.

Auch wenn ich weit davon entfernt bin, Mitglied, Kunde oder wasauchimmer bei Scientology zu sein, so hinterlässt eine solche Klausel einen faden Beigeschmack. Ich habe demnächst ein längeres Gespräch in der Sache und da werde ich den Passus mit zur Sprache bringen.

Sie vermieten IP-Adressen

Durch den Remailer, den ich unter der Domain Anonymitaet-im-inter.net betreibe, habe ich hin und wieder Kontakt zu Polizeibehörden. In der Regel erfolgt die Kontaktaufnahme telefonisch und dem Gesprächspartner ist schnell klar, worum es hier geht. Vor kurzem erhielt ich nun eine Einladung zu einer Zeugenaussage. Nach dem unten stehenden Video von Udo Vetter weiß ich ja, dass man auch als Zeuge den Mund halten sollte. Nichtsdestotrotz rief ich bei der Polizei an. Auf die Frage nach dem Hintergrund meinte derjenige, dass ich IP-Adressen vermiete. Ich mache vieles, aber die Vermietung von IP-Adressen gehört definitiv nicht dazu. Aber, so erklärte mir mein Gegenüber, ich betreibe doch den Server anonymitaet-im-internet.de mit der IP-Adresse A.B.C.D und unter der vermiete ich IP-Adressen. Zunächst versuchte ich klar zu machen, dass die Top-Level-Domain nicht .de, sondern .net ist. Hierbei schien es sich um einen Übermittlungsfehler zu handeln. Schließlich erklärte ich noch, dass ich keine IP-Adressen vermiete, sondern lediglich Dritten erlaube, E-Mails über den Dienst Mixmaster zu versenden. Der Polizist hörte sich die Ausführungen an, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass meine Erklärungen zum Verständnis beitrugen. :-)

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