Skip to content

Kommutative Diagramme mit LaTeX

Momentan komme ich in den Genuss, im Rahmen der mathematischen Vorlesungen viele kommutative Diagramme zeichnen zu müssen. Das AMS-Paket bringt mit dem Paket amscd bereits eine kleine, einfache Funktionalität mit. Jedoch kommt man hier leicht an die Grenzen. Ich nutze lieber das Paket xypic. Das wrd mittels \usepackage{xypic} eingebunden und in einer Matheumgebung ($...$, \[...\], \begin{gather*}...{end{gather*} etc.) steht dann das Makro \xymatrix{} zur Verfügung.

In der heutigen Vorlesung wollte ich folgendes Diagramm zeichnen:
dreieckiges CD
Dazu habe ich folgenden LaTeX-Code verwendet:

\begin{gather*}
  \xymatrix{X \ar[d]|{Q_{N(Q)}} \ar[r]|{Q} & Y\\
    X/_{N(Q)} \ar[ur]|{T_{0}} & }
\end{gather*}

Dabei sind X, Q und X/_{N(Q)} die Knoten im Diagramm. Diese Einträge werden durch & getrennt. Die \ar-Einträge zeichnen die Pfeile. Ein \ar muss immer dort stehen, wo der Pfeil beginnt. Der erste nach dem X beginnt auch beim X und das d in eckigen Klammern sagt aus, dass er nach unten (down) zeigt. Andere gültige Buchstaben wären r (rechts), l (links), u(up = hoch) usw. In der zweiten Zeile des Beispiels sieht man, dass die Buchstaben auch kombiniert werden können. Zum Schluss muss der Pfeil noch beschriftet werden. Dies geschieht u.a. mit ^, _ oder wie oben |. Genau wie im Mathesatz bringt der Hut (^) die Beschriftung über den Pfeil, der Unterstrich setzt die Beschriftung darunter und das | trennt die Pfeile, wie in meinem Beispiel.

Mit xypic komme ich sehr schnell zum Ziel und setze es daher sehr gern für kommutative Diagramme ein. Vielleicht findest du ja auch Gefallen daran.

Tip #15: Maximum in einem Array finden

Stellt euch vor, ihr habt ein Array gut gefüllt mit verschiedenen Integer-Werten und wollt das Maximum bestimmen. Wie geht das mit zsh-Mitteln? Ganz einfach:

jens@frankenstein:~/ > a=( 12 232 45 1 56 232 124 12 3442 345)
jens@frankenstein:~/ > print -l ${${(On)a}[1]}
3442

Was macht der Ausdruck? Ganz einfach! Er sortiert das Array numerisch und gibt dann den ersten Wert aus.

Ziviler Ungehorsam

Der Hostblogger kündigte in einem Posting an, auch ab dem nächsten Jahr die VDS nicht umsetzen zu wollen. Er setzt dabei auf ein Urteil, was kürzlich gegen (oder besser für :-)) BT gefällt wurde. Die brauchen auch nichts zu speichern, da es keine Aufwandsentschädigung gibt. Ich will stark hoffen, dass er mit seinem “zivilen Ungehorsam” durchkommt und ihm das BVerfG dann auch recht gibt.

Der Jurist Patrick Breyer hat sich auch mit der VDS auseinandergesetzt und kam zu dem Schluss, dass unentgeltlich angebotene Dienste nicht der Vorratsdatenspeicherung unterliegen. Der Beitrag klingt vielversprechend. Jedoch diskutieren die Juristen über die Redewendung “in der Regel”. Hier önnte es sein, dass der Ansatz von Patrick flasch ist. Denn nach Meinung der Bundesnetzagentur ist es beispielsweise bei E-Mail-Anbietern die Regel, die Dienstleistung gegen ein Entgelt bzw. gegen Werbeeinblendungen anzubieten. Es zählt also nicht, was der jeweilige Anbieter in der Regel tut, sondern “was der Markt macht”. Nichtsdestotrotz wünschte ich, dass er recht hätte.

Wer an den letzten Entwicklungen zur VDS kurz vor Toresschluss interessiert ist, sollte unbedingt den 25C3 besuchen. Roger Dingledine wird in einem Vortrag den Stand der Dinge erklären.

Programm für Videoschnitt gesucht

Ein Bekannter von mir sucht ein Programm mit dem er einen kleinen Kurzfilm erstellen kann. Was soll das Programm können?

  • Es muss eine Möglichkeit geben, Bilder in das Video einzufügen
  • Das Video soll man mit Ton unterlegen können. Dabei muss der Ton auch geschnitten werden können. Denn es gibt einen Sprecher, dessen Worte zurechtgebogen werden müssen.
  • Eine kleine Auswahl an Effekten sollte verfügbar sein.
  • Das Programm muss muss unter Linux laufen.
  • Von der Vorstellung her, sollte es eine verbesserte Version von Movie Maker sein.

Kennt jemand aus der Leserschaft ein derartiges Programm bzw. eines, was in die Nähe der Anforderungen kommt? Das Thema liegt weit weg von meinen Interessen und ich habe Hoffnung, dass jemand von euch weiterhelfen kann.

Videoüberwachung in der Gastronomie

Frontansicht einer Überwachungskamera

In der Online-Ausgabe der Welt las ich gerade einen Artikel zur Videoüberwachung. Danach gab es in der Kaffeekette Balzac Kameras, die unter anderem die Sitzgelegenheiten überwachten. Eine Person klagte dagegen und bekam Recht. Demnach dürfen Bereiche, in denen Tische oder Sitzgelegenheiten stehen, nicht durch Kameras beobachtet werden.

Gerade in Jena gibt es einige Lokale, die intensiv Videoüberwachung einsetzen. Insbesondere wird immer wieder das Gatto Bello genannt. Das wurde Anfang 2007 in dieser Sache verklagt (Beitrag bei Monoteque, Beitrag bei Restaurant-Kritik). Leider konnte ich nicht rausfinden, was dabei rauskam. Falls jemand näheres weiß, würde ich mich über einen Kommentar freuen. Aber auch weitere Restaurants und Kneipen setzen derartige Maßnahmen ein. Vielleicht werde ich die betreffenden Örtlichkeiten mal auf das Urteil hinweisen. Mit etwas Glück gibt es dann ein paar Kameras in Jena weniger. ;-)

via Daten-Speicherung.de

Foto von Cristiano Betta

tweetbackcheck