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Endlich Urlaub

Wenn ihr der Artikel im Blog erscheint, bin ich gerade mit Heidi und Florian auf dem Weg in den wohlverdienten Urlaub. Dieses Jahr war, wie eigentlich auch die anderen Jahre, von Arbeit und Studium geprägt. Das heißt tagsüber in die Uni gehen, lernen, Hausaufgaben machen, später dann Seminare vorbereiten, an Servern rumwerkeln etc. Dazu kam in diesem Jahr noch mein Buch “Anonym im Netz”.

Ich habe praktisch von Juli bis Oktober nichts anderes gemacht als zu schreiben bzw. über die Ausgestaltung der Kapitel nachzudenken. Das Niederschreiben der Gedanken ist wirklich harte Arbeit. In der Regel schaffte ich so um die zwei Seiten pro Tag. Zu besten Zeiten waren es mal fünf oder sechs. Danach fühlte ich mich auch total ausgelaugt. Ähnlich geht es mir nach einer Woche Seminar. Da ist man dann körperlich und geistig auch ziemlich fertig.

Kaum war die Arbeit am Buch bekam Florian Zähne, was für uns eine recht schlaflose Zeit und für mich fehlende Erholung bedeutete. Danach begann die Uni wieder. Alles in allem brauche ich jetzt mal ein wenig Erholung. Daher beschlossen wir, Weihnachten auswärts zu feiern. Dies gibt mir auch die Möglichkeit, Florian mal mehr als zwei Stunden am Tag zu sehen und mich mit ihm zu beschäftigen.

Nach unserem Urlaub muss ich mir noch ein paar Gedanken zu meinem Vortrag beim 24C3 machen, um dann in Richtung Berlin aufzubrechen. Leider kann ich nicht den kompletten Kongress genießen, sondern komme später an, um eher wieder abzureisen. ;-) Denn zu Silvester gibt es gleich nochmal Urlaub (den zweiten in diesem Jahr). Wir werden in eine Jugendherberge fahren und dort mit einigen Freunden ins neue Jahr hineinfeiern.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wünsche euch allen ein paar geruhsame Weihnachtsfeiertage und auch einen guten Start in das neue Jahr. Gleichzeitig würde ich mich freuen, den einen oder anderen beim 24C3 zu treffen.

Wo ist mein Server?

Ich habe mir vor einiger Zeit zu Testzwecken einen VServer gemietet. Anhand des Preises von weniger als drei Euro pro Monat war mir klar, dass ich dort keine HA-Daten oder ähnliches hinlegen sollte. Diese Woche wollte ich mich per SSH einloggen. Aber die Verbindung lief in einen Timeout. Der SSH-Befehl ist bei mir ein Alias. Daher konnte ich mich nicht vertippt haben. Der nächste Versuch, mich in das Admin-Interface einzuloggen, lief auch in einen Timeout. Hier war aber noch Tor als mögliche Fehlerquelle dazwischen. Aber auch ohne Tor kam der Timeout. Eine Eingebung sagte mir, dass ich doch mal dig anwerfen sollte. In der Tat sah ich hier eine andere IP-Adresse (78.X) als vorher (84.X). Diese unterschied sich auch von der im Kundelogin angezeigten (91.X).

Also schrieb ich den Provider und bat ihn, mir die neuen Zugangsdaten zuzusenden. Diesen kamen auch prompt mit der Bemerkung:

Die IP Umstellung wurde mehrfach per Email angekündigt.

Ich frage mich nur, an welche E-Mail-Adresse diese Ankündigungen gesandt wurden.

zufällige IP-Adresse

Aus der Kategorie “Interessante” Nutzerfragen: Ein Nutzer hat Windows XP auf dem Rechner und sucht die Funktion “zufällig IP-Adresse ändern”. Die generische Antwort darauf ist, Tor installieren. Dort dürften die Änderungen dann zufällig genug sein. :-)

Im weiteren Verlauf kam man jedoch darauf, dass derjenige wahrscheinlich DHCP will.

Waterboarding ist ein Kriegsverbrechen

Der Meinung waren die, tattaaa, USA. Das ist laut der Washington Post allerdings schon 60 Jahre her. Da betraf das einen US-Bürger. Dieser wurde wurde 1947 von einem Japaner ge“waterboardet”. Im anschließenden Verfahren bekam der Täter 15 Jahre Strafarbeit aufgebrummt.

Ein Dokument von 1963, dass so genannte KUBARK Counterintelligence Interrogation, zeigte, dass auch die CIA solche Methoden einsetzt. Speziell wurden auch die Navy SEALs mit der Methode behandelt, um später Verhören besser wiederstehen zu können.

Ich würde mich sehr freuen, wenn die USA zu der Meinung von 1947 zurückkehren und Waterboarding wieder als Kriegsverbrechen ansehen. Aber das wird wohl erst passieren, wenn wieder ein Amerikaner davon betroffen ist.

Provider manitu setzt VDS vorerst nicht um

Mit großer Überraschung las ich im Lawblog, dass es einen Internetprovider gibt, der sich gegen die Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung weigert und dies auch groß ankündigt. Natürlich gilt diese Regelung nur für das Jahr 2008, denn ab 2009 ist die Einführung, sofern das Gesetz in Kraft tritt, verpflichtend und wird mit Strafen belegt.

Wenngleich ich das Ganze eher für einen Werbegag halte, finde ich es doch gut, dass auch Untenehmen versuchen, Widerstand zu zeigen. Jetzt fehlt nur noch Telekom, Arcor und Co. :-)

Tip #11: 7 im Pfad ersetzen

Wer kennt nicht das Problem, wenn man ein deutsches Tastaturlayout nutzt. Da gibt man den Pfad /usr/share7foo ein und, schwupps, schon hat sich eine 7 in die Angabe verirrt. Es wäre schön, wenn die Shell diese 7 zu einem Slash korrigieren würde. Auf der Mailingliste zsh-users wurde dazu folgende Lösung präsentiert:

function _7slash {                                                              
   local noseven=${words[CURRENT]//7/\/}                                        
   if [[ $words[CURRENT] != $noseven ]]                                         
   then                                                                         
     compadd -U -X ‘Correct 7 to /’ -f $noseven                                 
   fi                                                                           
}

Das Ganze wird mit zur Completion hinzugefügt und kann sofort genutzt werden. Die Funktion ersetzt dann jede 7 zu einem Slash. Eventuell wäre es sinnvoll, da noch etwas mehr Logik reinzustecken und so offensichtliche Fehlersetzungen auszuschließen.

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